Eine kurze Geschichte des Colearning Wien

2015 haben Florence Holzner, Roland Dunzendorfer und Stefan Leitner-Sidl den Verein Colearning Wien gegründet. Stefan hatte schon jahrelange Erfahrung mit der Schaffung und dem Betreiben von Coworkingspaces, Florence und Roland im alternativen Bildungsbereich und die Idee lag nahe, dass da noch mehr möglich ist. Mit einem mehrköpfigen Team dahinter, war die Idee, einen Bildungsstandort und Arbeitsstandorte für Erwachsene, wie z.B. einem Lernzentrum und einem Coworkingspace an einem Ort zusammenzubringen und ein modernes, urbanes Dorf zu schaffen. Form angenommen hat die Initiative dann mit etwa 20 Familien in der „Hutfabrik“, einer großen Coworkingspace-artigen Wohnung im 6. Bezirk. Da sich dort das Gesamtkonzept aus Platzgründen nicht gut umsetzen ließ (und der Mieter unter uns nicht glücklich war;), waren wir bald auf der Suche nach einer neuen Location. Nachdem wir schon einiges angeschaut hatten, unter anderem z.B. einen Pavillon auf der Baumgartner Höhe, hat Stefan ein leerstehendes Gebäude in der Markhofgasse aufgetan. Stefan war gleich angetan, ich z.B. fand es zu urban, zu wenig grün, doch die gute Anbindung und das geräumige Haus in einer beruhigten Straße und die Nähe des Praters, haben schnell überzeugt. Dann fing der Umbau an. Plötzlich gab es da den Markhof, „die Baustelle“. Während ein Teil des Teams die Stellung und den Betrieb im Colearning im 6. gehalten hat, ging der Großteil der Ressourcen in den Umbau des Markhofs und die Schaffung vom „MARKHOF, dem Dorf in der Stadt“. Mit einem grandiosen Fest im Mai 2017 haben wir dann, damals mit einem 15 köpfigen Team und mit Hilfe der Unterstützung unzähliger HelferInnen, den Markhof, das Dorf in der Stadt, powered by Colearning Wien eröffnet.

Trotz der vielen Herausforderungen weit gekommen

Heute, rückblickend, sagen wir, wow, wir haben was Tolles geschaffen, aus Begeisterung heraus, ohne viele Verträge. Wir haben nicht gewartet bis wir Förderungen bekommen, sondern haben es einfach aus eigener Tasche umgesetzt. So konnten wir fünf Jahre lang ein Leuchtturmprojekt sein. Bald haben wir uns vor großen Herausforderungen wiedergefunden.

Wie kann so ein großes zivilgesellschaftliches Engagement von NormalverdienerInnen  umgesetzt werden, ohne in Privatkonkurs gehen zu müssen? Wie ist Veränderungsarbeit und das wichtige Schaffen neuer Paradigmen möglich, wenn man als engagiertes Team viel mit Gegenwind zu kämpfen hat, bis irgendwann Rückenwind einsetzt?

Wir freuen uns sehr, das Pionierprojektes „Markhof“ mit aufgebaut zu haben und freuen uns auch darauf, den „Colearning Geist“ weiterzutragen. Wir bedanken uns sehr bei allen, die uns bisher so zahlreich unterstützt haben und freuen uns auf ein Wiedersehen. 

Auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten

Colearning ist zur Zeit in eine Übergangslocation gezogen und von dort aus, werden wir zu neuen Ufern aufbrechen.
Derzeit haben wir vor Ort 12 Kinder, 8 Erwachsene, ein paar Hauspflanzen, Lernmaterialien, Mobiliar und rund 250m² Räumlichkeiten.

Für die ideale Umsetzung unseres Projekts brauchen wir Anschluss an eine Werkstatt, einen Bewegungsraum, FoodCoop und einen Coworkingspace. 

Idealerweise finden wir genauso einen Ort, wo wir vorhandene Ressourcen wieder/weiterhin gemeinsam nutzen können. Wo Lernende (groß und klein) so eingebunden werden, um reales Tun und gelebte Praxis zu erfahren.

Falls ihr einen Ort wisst, oder gute Kontakte habt, euch angesprochen fühlt und ihr eine Teilhabe an dieser wunderbaren Pionierarbeit seht, freuen wir uns über eine Kontaktaufnahme. 

Meldet euch bei uns!

 

Das Colearning Team

Florence, Ina, Pauline, Gudrun, Ulla, Nina

KONTAKT